Geschichte des BDAT
Der Bund Deutscher Amateurtheater wurde 1892 im „Königlichen Opernhaus unter den Linden" (der heutigen Staatsoper) als Verband der „Privat-Theater-Vereine Deutschlands" mit Sitz in Berlin gegründet. Der Verband ging aus den städtisch-bürgerlichen Liebhaber- und Privattheatern des 18. Und 19. Jahrhunderts hervor, als Gegenbewegung zum akademisch höfischen Theater dieser Zeit.
Die Privat-Theatergesellschaft Urania von 1792 aus Berlin ist die Wiege des verbandsmäßig orientierten deutschen Amateurtheaters. 1894 zählte der Verband 97 Mitgliedsvereine, im Jahr 1920 waren es bereits 274 Mitgliedsvereine und 152 Einzelmitglieder. Die Zahl der im Amateurtheater Aktiven nahm kontinuierlich zu; abgesehen von den Kriegsjahren (1914-1918 und 1939-1945), wo der Spielbetrieb nur eingeschränkt möglich war bzw. zahlreiche Bühnen aufgelöst wurden.